Strumpf Dirks

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Strickmaschine

1.) Entwicklung eines neuen Artikels

Der Erfolg des Unternehmens hängt entscheidend davon ab, inwieweit es sich den dauernd ändernden Wünschen der Verbraucher anpassen kann. Muster, Farbe und Qualität der Produkte spielen dabei eine wichtige Rolle.

Modische Trends, Marktforschung und Außendienst geben den qualifizierten Mitarbeitern in der Musterei die Fakten für das Gesicht der neuen Kollektion an die Hand.
Im Einzelnen wickelt sich die Arbeit in der Musterei so ab, dass zunächst Entwurfzeichnungen gemacht werden. Daraus werden die technischen Zeichnungen (Patronen) entwickelt. Jetzt kann die farbliche Ausmusterung beginnen. Aus den Farbversuchen wird eine Farbskala mit 5 bis 10 Farbstellungen je Artikel ausgesucht. Nach der Ausmusterung der einzelnen Artikelgruppen werden jede für sich und einmal die Gesamtkollektion durch leitende Herren des Verkaufs und der Produktion verabschiedet. Dann werden Preis, Marke und Sortiment festgelegt, die Kollektion aufgemacht und dem Verkauf / Außendienst übergeben.

Der dauernden qualitativen Verbesserung des Angebots dienen häufige Material-, Dämpf-, Färbe- und Formversuche.
Es wird zweimal pro Jahr, und zwar für die Frühjahr/ Sommer- und die Herbst/Winter-Kollektion gemustert. Darüber hinaus werden Artikel für Sonderaktionen entwickelt.

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2.) Garnvorbereitung

In der Garnvorbereitung wird das Garn so behandelt, dass es sich ohne Schwierigkeiten auf der Strickmaschine verarbeiten lässt. Es werden folgende Anforderungen an das Garn gestellt:

Es muss sauber sein, ohne dicke Stellen und dicke Knoten, die die Fadenleitorgane nicht passieren können und zu Löchern und Fehlern im Gestrick führen.

Es muss geschmeidig sein und ohne Erhöhung der Spannung vom Garnkörper abzuziehen sein.

Die Spule muss so sein, dass die Garnkörper stabil sind und nicht ganze Fadenlagen mit abgezogen werden. Ferner muss eine Fadenreserve zum Anknoten der nächsten Spule vorhanden sein, um einen kontinuierlichen Arbeitsablauf zu erreichen.

Durch eine gute Spulung können alle diese Anforderungen erfüllt werden.

Das angelieferte Naturfasergarn wird, sofern es sich noch nicht auf strickfertigen Spulen befindet, durch unsere Spulerei auf konische Kreuzspulen aufgewickelt. Das auf die Kreuzspule auflaufende Garn passiert eine Engstelle in Form eines verstellbaren Schlitzes. Dabei werden dicke Stellen im Faden, Knoten und Verunreinigungen abgeschieden. Wenn der Faden reißt, verbindet ihn der Spuler wieder mit einem dünnen Weberknoten. Nach der Reinigungsstelle läuft der Faden an einem Paraffinstück vorbei. Dadurch wird er geschmeidig und kann besser die Fadenleitorgane passieren.

Synthetische Garne werden strickfertig auf Biconen, Conen oder Pineapple angeliefert.

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3.) Strickerei

a. Maschineneinstellung

Die Arbeitsvorbereitung belegt die Maschinen mit Strickaufträgen. Vor dem Produktionsbeginn müssen die Strickmaschinen eingerichtet werden. Die Unterlagen für die Mustereinstellung werden von der Entwicklungsabteilung erstellt. Spezialisierte Arbeitskräfte stellen die Maschinen für den jeweiligen Artikel ein. Für die richtige Einstellung der jeweiligen Größe und Qualität sorgt die Hallenaufsicht. Erst wenn alles genau eingestellt ist, wird die Maschine für die Produktion freigegeben.

b. Stricken

Die Strickmaschinen sind organisatorisch zu Gängen zusammengefasst, die von einem Stricker betreut werden. Die Aufgabe des Strickers ist es, für eine fehlerfreie Produktion zu sorgen und die Maschinen instandzuhalten. Nach dem Herausnehmen aus der Maschine werden die Strümpfe erstmals sorgfältig kontrolliert. Einmal pro Schicht wird jeweils ein Strumpf von jeder Strickmaschine auf sein Ruhe- und Dehnungsmaß überprüft, damit Fehler dieser Art sofort korrigiert werden. Außerdem hat der Stricker die Warenlaufzettel für die Trennerin vorzubereiten und die getrennte und gewendete Ware auf das Förderband zu legen.

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c. Trennen

Die Strumpfrohlinge kommen in langer, aneinanderhängender Kette aus der Strickmaschine. Die Strümpfe sind mit einem besonderen Trennfaden aneinander gestrickt, weil es auf einer Doppelzylindermaschine nur bedingt möglich ist, die Strümpfe einzeln zu stricken.

Eine moderne Entwicklung zielt darauf ab, auch bei Doppelzylindermaschinen die Socken einzeln mit einem pneumatischen Abzug herzustellen wie bei Einzylindermaschinen.

Der oben erwähnte Trennfaden wird von der Trennerin aus der Ware herausgezogen. Damit entstehen Einzelstrümpfe, die über der Spitze offen sind. Nach dem Trennen wendet die Trennerin die Ware nach links, so dass die Innenseite außen liegt. In diesem Zustand wird die Ware zu 50er Einheiten abgezählt, gebündelt und mit einem Laufzettel versehen. Auf diesem Laufzettel ist alles verzeichnet, was für den Produktionsablauf wichtig ist. Fünf solcher 50er Einheiten werden zu einer Farbsortierung zusammengefasst, d. h., dass schon beim Stricker das geschlossene, mustergetreue Farbsortiment entsteht, das nunmehr die weiteren Verarbeitungsgänge durchläuft.

Sollte der Stricker Fehler übersehen haben, fallen sie bestimmt der Trennerin auf, die die Strümpfe ebenfalls auf Fehler prüft. Maschinenbedingte Fehler werden dem Stricker sofort gemeldet.

d. Warenkontrolle

Bevor die Rohware in die Veredlungsabteilung kommt, wird sie erneut sorgfältig geprüft. Jeder Strumpf wird auf ein Prüfbein gezogen, so dass Laufmaschen, Löcher, fehlerhafte Maschen, Musterfehler usw. leicht gefunden werden. Gleichzeitig wird der Strumpf auf rechts gewendet.

4.) Spitzen schließen – Handketteln

Mit diesem Arbeitsgang werden die noch offenen Spitzen geschlossen. Je nach angewendetem Verfahren unterscheidet sich die Qualität der entstehenden Nähte. Das Nahtprinzip stellt immer eine Doppelkettelstich- oder Überwendlichnaht dar. Die Spitze wird so geschlossen, dass die Naht quer über die obere Fußblatthälfte läuft. Es handelt sich also um eine Quernaht.

An die Spitzenschließnaht bei Strumpfartikeln von Doppelzylindermaschinen werden folgende Anforderungen gestellt:
• sie soll flach sein (nicht auftragen)
• die Vernähung soll alle Maschen erfassen, damit keine Laufmaschen entstehen
• sie soll gut aussehen, d. h. sie soll möglichst gradlinig und strickreihengerecht verlaufen.
• sie muss dehnfähig sein und sich den an sie gestellten Zugbeanspruchungen anpassen können ohne aufzuplatzen

a. Echt – Ketteln / Handketteln

Die Maschine, die alle diese Anforderungen am besten erfüllt, ist die Regulärkettelmaschine; sie kettelt echt. Auf den kreisförmigen Nadelkranz des umlaufenden Rundkörpers der Kettelmaschine wird die erste nach der Spitze folgende, besonders lang ausgearbeitete Maschenreihe reihengerecht und Masche für Masche von Hand aufgestoßen. Das geschieht so, dass zuerst die Maschen z. B, der oberen Fußblatthälfte aufgestoßen werden, dann die Maschen der vorderen Spitzenpartie, so dass immer 2 Maschen auf eine Aufstoßnadel gelangen und vernäht werden können. In diesem Zustand passiert die aufgestoßene Ware eine Schneidevorrichtung die die noch über die Kettellangreihe (Aufstoßreihe) gearbeiteten Draufreihen abschneidet. Die angeschnittenen Fäden werden durch eine Ausbürstungsvorrichtung weggebürstet. Es hängen dann nur noch die aufgestoßenen Maschen auf den Aufstoßnadeln, die dann zur Nähstelle weiterlaufen und Masche für Masche vernäht werden. Es entsteht eine kaum fühlbare, haltbare, elastische Naht, die von keinem der nachfolgend beschriebenen Verfahren erreicht wird.

Dieses Verfahren erfordert gut geschulte Arbeitskräfte für das Aufstoßen. Es sind lange Anlernzeiten erforderlich. Die Leistung liegt bei ca. 80 Paar pro Arbeitnehmer und Schicht – Echtketteln ist ein teures Verfahren.

b. Rossoketteln (Blindketteln)

Die Rossokettelmschine wurde von der Firma Giuseppe Rosso, Italien entwickelt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Ware an einem Wulst in einem Spalt zwischen 2 Schienen hängend den Aufstoßnadeln einer Spezialkettelmaschine zugeführt wird. Die Nadelordnung bei der Rosso-Maschine entspricht der 22er Teilung bei der Strickmaschine. Mit diesem Verfahren lassen sich eine hohe Leistung und eine geradlinige Naht erzielen. Der Nahtwulst ist kaum dicker als beim Echtkettelverfahren.

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5.) Formen

Beim Formen bekommt die Ware ein ''Verkaufsgesicht''. Strümpfe und Socken werden auf Metallformen gezogen und in einer Apparatur heißem Dampf ausgesetzt. Die Strickartikel werden strukturell erweicht und plastifizierbar.

Sie passt sich den durch die Form aufgezwungenen Dimensionen an. Anschließend werden sie mit Heißluft getrocknet. Gleichzeitig erhöht sich die Formbeständigkeit.
Nach dem Formen geht die Ware zum Auspaaren und Legen. Hierbei werden die Strümpfe so zu Paaren zusammengelegt, dass immer gleiche Längen in einem Paar zusammenkommen.

Bei diesem Arbeitsgang findet eine nochmalige Kontrolle der Ware statt.

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6.) Prüfen

Nach dem Formen geht die Ware zum Auspaaren und Legen. Hierbei werden die Strümpfe so zu Paaren zusammengelegt, dass immer gleiche Längen in einem Paar zusammenkommen.

Bei diesem Arbeitsgang findet eine nochmalige Kontrolle der Ware statt.

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7.) Verpacken

Die geprüfte Ware wird mit Klammern paarweise zusammengeheftet. Danach wird sie mit Standard-Etiketten oder mit speziellen Etiketten der Kunden versehen. Die etikettierte Ware wird als Einzelaufmachung nach Wunsch zu 5 Paaren (Farbsortiment) zusammengebündelt und mit einer Zellophanbanderole versehen. In dieser Form lässt sich die Ware gut lagern und weiterverpacken.

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8.) Kartonieren

Die fertig etikettierte Ware wird maschinell oder manuell in Kartons verpackt, mit Kundenadresse, EAN-Code – und Artikelnummer versehen und zum Lager transportiert.

Vom Lager tritt die Ware ihren Weg zum Kunden und schließlich zum Endverbraucher an.

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